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WCM Upgrade 11.03.2002
Stadtsparkasse Köln
Wertpapieranalysten der Stadtsparkasse Köln bewerten die Aktie der WCM Beteiligungs- & Grundbesitz AG (WKN 780100) neuerdings mit Outperformer.
1766 als Textilhersteller in Frankfurt gegründet, sei die in Deutschland ansässige WCM jetzt eine Investment-Gruppe mit einem bedeutenden Immobilienbesitz und Kapitalbeteiligungen. Zu der Eigentumsdivision der Gruppe gehören etwa 54.000 Wohneinheiten, rund 175 gewerbliche Objekte und 5.300 Garagen und Parkplätze, vor allem in Nord- und Westdeutschland. Das Unternehmen kaufe außerdem Firmen auf und strukturiere sie zwecks Wiederverkauf um. Der Beteiligungsbereich erwirtschafte den Großteil des Ergebnisses.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe WCM ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 430 Mio. Euro ausgewiesen und damit die eigene Prognose um 30 Mio. Euro übertroffen. Weitere Details über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres werden auf der BPK am 24. April publiziert.
Die zweigeteilte Struktur als Immobiliengesellschaft und Beteiligungskonzern solle auch in Zukunft weiter fortgeführt werden: Im Beteiligungsgeschäft sollen hohe Gewinne erzielt werden, während der Immobilienbereich das Risiko des Unternehmens begrenze.
Vor dem Hintergrund der mäßigen Situation am deutschen Immobilienmarkt liege die Leerstandsquote der Wohneinheiten mit 3,7% auf einem beachtlich niedrigen Niveau.
WCM habe den Anteil an der Sirius Beteiligungsgesellschaft von 45 auf 87% aufgestockt. Ein Kaufpreis sei nicht genannt worden. Sirius halte 49,99% am MDAX-Unternehmen IVG Holding. Mit der Mehrheit an Sirius übernehme WCM faktisch die Kontrolle über die IVG, da nach den bisherigen Erfahrungen davon auszugehen sei, dass niemals 100% des stimmberechtigten Kapitals bei einer IVG-HV anwesend sei. Unternehmensangaben zufolge plane WCM nicht, ein Übernahmeangebot für die Minderheitsaktionäre von IVG abzugeben.
Die Foliensparte der Klöckner-Werke sei für 925 Mio. Euro verkauft worden. Klöckner solle sich in Zukunft auf den Geschäftsbereich Maschinenbau konzentrieren. Übernahmen oder Beteiligungen in den Sparten Abfüll- sowie Verpackungstechnik werden angestrebt. WCM halte circa 82% der Klöckner-Anteile.
Das Unternehmen habe seinen Anteil an der Commerzbank von einem auf etwa 5,5% erhöht. Eine weitere Aufstockung auf knapp unter 10% sei geplant. Eine Übernahme der Commerzbank oder ein Eingriff in das operative Geschäft seien nicht das Ziel der Beteiligung. WCM spekuliere auf einen steigenden Aktienkurs der Commerzbank über einen Zeithorizont von zwei bis fünf Jahren.
Das aktuelle Beteiligungsportfolio umfasse neben der Commerzbank-Beteiligung einen 43,5%igen Anteil am MDAX-Unternehmen IVG, circa 82% an den Klöckner-Werken, einen 49,8%igen Anteil an den Maternus-Kliniken sowie Anteile an verschiedenen anderen, weniger bekannten börsennotierten und nicht notierten Gesellschaften.
Für das laufende Jahr plane WCM keine weiteren großen Zukäufe. Das Unternehmen sehe sich in 2002 eher als "Verkäufer" denn als "Käufer". Dementsprechend werden zur Zeit Verkäufe weiterer Geschäftsbereiche aus dem Klöckner-Konzern vorbereitet. Dennoch verfüge WCM, trotz der Kapitalbindung im Commerzbank-Engagement, über ausreichend Liquidität für weitere Beteiligungen.
Hauptkonkurrenten seien AGIV, Concordia Bau und Boden sowie die IVG Holding.
Die Aktie der WCM biete zur Zeit ein sehr gutes Chance-Risiko-Profil. Der Kurs notiere deutlich unter dem Substanzwert, daher erscheine das Risiko weiterer Kursverluste eher gering. Die Aufstockung der Commerzbank-Anteile sei wegen mangelnder Renditeperspektiven zwar kritisch aufgenommen worden, doch gebe die jüngste Commerzbank-Kursentwicklung zumindest kurzfristig der WCM Recht. Darüber hinaus habe diese Transaktion die WCM wieder mehr in den Blickpunkt des Marktgeschehens gerückt.
Vor diesem Hintergrund und auch wegen der äußerst günstigen Bewertung stufen die Analysten der Stadtsparkasse Köln die WCM-Aktie auf Outperformer herauf.
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